Auszüge aus dem Niedersächsischen Schulgesetz (Quelle: SVBl 1/ 2004)

§ 9: Übergänge

Die Berechtigung zum Übergang besteht

1. von der Hauptschule in die Realschule,
wenn der Notendurchschnitt in den Fächern Deutsch, erste Fremdsprache und Mathematik höchstens 2,4 und in den übrigen Fächern höchstens 3,0 beträgt,

2. von der Hauptschule in das Gymnasium,
wenn in den Fächern Deutsch, erste Fremdsprache und Mathematik jeweils mindestens die Note "gut", in einer zweiten Fremdsprache als Wahlsprache mindestens die Note "gut" und in den übrigen Fächern ein Notendurchschnitt von höchstens 2,0 erreicht worden ist sowie

3. von der Realschule in das Gymnasium,
wenn in den Fächern Deutsch, erste Fremdsprache und Mathematik ein Notendurchschnitt von höchstens 2,4, in einer zweiten Fremdsprache als Wahl- oder Wahlpflichtfremdsprache mindestens die Note „befriedigend“ und in den übrigen Fächern ein Notendurchschnitt von höchstens 3,0 erreicht worden ist.

Die Berechtigung nach Satz l besteht nicht, wenn die Leistungen in einem Fach mit der Note „mangelhaft“ oder „ungenügend“ bewertet worden sind. Das Vorliegen der Voraussetzungen für den Übergang stellt die Klassenkonferenz fest. Die Feststellung wird im Zeugnis vermerkt. Die Schule berät bei der Entscheidung über den Übergang. Für den Übergang zwischen den Zweigen einer Kooperativen Gesamtschule gelten die Sätze l bis 4 entsprechend.

Der Übergang nach Antrag der Erziehungsberechtigten oder der volljährigen Schülerin oder des volljährigen Schülers auf Beschluss der Klassenkonferenz ist von der Hauptschule, der Realschule, dem Gymnasium oder der Gesamtschule auf eine Schule einer anderen der genannten Schulformen und zwischen den Zweigen einer Kooperativen Gesamtschule möglich. Lässt die Klassenkonferenz den Übergang zu, so bestimmt sie zugleich die andere Schulform oder den anderen Zweig der Kooperativen Gesamtschule und den Schuljahrgang. Die aufnehmende Schule ist an diesen Beschluss gebunden.
Die Beschränkung der Aufnahme in Ganztagsschulen und Gesamtschulen richtet sich nach § 59 a NSchG.


§ 10: Nichtversetzung nach dem 2. und 3. Schuljahrgang

1. Eine Schülerin oder ein Schüler, die oder der am Ende des 2. Schuljahrgangs in zwei der Lehrgänge Lesen, Schreiben und Mathematik das Ziel nicht erreicht hat, wird in der Grundschule ohne Eingangsstufe nach § 6 Abs. 4 NSchG in der Regel nicht versetzt ...
2. Eine Schülerin oder ein Schüler wird am Ende des 3. Schuljahrgangs nicht versetzt, wenn die Leistungen in zwei der Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht nicht mindestens mit der Note "ausreichend" bewertet worden sind. Die Klassenkonferenz kann abweichend von Satz l die Versetzung beschließen, wenn in zwei Fächern mindestens die Note "befriedigend" erreicht worden ist."

§ 12: Wechsel der Schulform am Ende des 4. Schuljahrgangs

Am Ende des 4. Schuljahrgangs beschließt die Klassenkonferenz für jede Schülerin und jeden Schüler eine Empfehlung für den Besuch der weiterführenden Schulform. Die Erziehungsberechtigten entscheiden in eigener Verantwortung über die Schulform, in die ihr Kind wechseln soll. Die Schule bietet ihnen eine Beratung an."


§ 15, Absatz 2

Wer ohne Empfehlung für die Realschule oder das Gymnasium am Ende des 6. Schuljahrgangs nicht versetzt worden ist, kann durch Beschluss der Klassenkonferenz an die Hauptschule überwiesen werden, wenn aufgrund der gezeigten Leistungen auch nach einem Wiederholungsjahr eine erfolgreiche Mitarbeit nicht zu erwarten ist. Der Überweisungsbeschluss bedarf der Zweidrittelmehrheit der stimmberechtigten Konferenzmitglieder.

§ 15, Absatz 3

Die Überweisung nach Absatz l oder 2 erfolgt in den nächsthöheren Schuljahrgang der aufnehmenden Schule. Die aufnehmende Schule ist an Beschlüsse nach den Absätzen l und 2 gebunden."

weitere Mitteilungen des Kultusministers:

Festgeschrieben wird auch das Recht auf Wiederholung des 5. Schuljahrganges bei Nichtversetzung und fehlender Schulformempfehlung, eine Überweisung kann erst am Esnde des 6. Schuljahrganges erfolgen.

Im Falle der Nichtversetzung ist die Überweisung an die Schule einer anderen Schulform möglich, so dass die Wiederholung des bereits absolvierten Schuljahres vermieden wird.

Im Übrigen erfolgen in den weiterführenden Schulen mit Ausnahme der integrierten Gesamtschulen grundsätzlich Versetzungen im 5. bis 9., beim Gymnasium auch im 10. Schuljahrgang, ...